Einführung

Bild des Lagerraums der UltrschallgeraeteErst in den neunziger Jahren begann die Ultraschalldiagnostik sich zu etablieren und sich rasant technisch weiter zu entwickeln. Es mag paradox erscheinen, für eine derart junge diagnostische Methode ein eigenes Museum einzurichten. Aber es ist ja nicht irgendeine, sondern das inzwischen weltweit am häufigsten eingesetzte bildgebende  Verfahren, das ein besonderer Glücksfall für die Medizin geworden ist. Ohne Strahlengefährdung und ohne Belastung der Patienten ist sofort und überall die bildhafte Darstellung von Organen, ganzen Körperarealen und funktioneller Abläufe möglich geworden. Obwohl also erst 40 Jahre seit der umfassenden klinischen Nutzung vergangen sind, war es schwierig, die ersten Geräte, die zum Einsatz kamen, aufzufinden, zu erwerben und wieder funktionsfähig zu machen.1993 wurde in Halle/Saale unter dem Dach der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin ein Museumsverein gegründet. 1994 wurde mit dem Deutschen Hygienemuseum in Dresden ein Vertrag über die Eingliederung  der Sammlung abgeschlossen und 1995 fand vor über 1000 Teilnehmern die Eröffnungsveranstaltung in Dresden statt, auf der die Pioniere der Methode zu Wort kamen. Leider erhielt das Hygienemuseum eine andere Aufgabenstellung, unser Vertrag wurde gekündigt und beinahe wäre die inzwischen auf über 100 Geräte angewachsene Sammlung der großen Elbeflut zum Opfer gefallen.
Das Ultraschallmuseum hat dann seinen endgültigen Platz im Deutschen Röntgenmuseum in Lennep / Remscheid bei Wuppertal gefunden (s. US im Röntgenmuseum). Hier sind wir mit unseren Exponaten seit 2002 untergebracht und hatten 2005 eine Eröffnungsveranstaltung  mit Einweihung eines großen Schaufensters, einer sog. Koje im Röntgenmuseum selber.